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Burnout: Erschöpfung am Arbeitsplatz und der Weg zu sich selbst

Burnout ist nach der Weltgesundheitsorganisation (ICD-11) ein Syndrom infolge von chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Typisch sind Erschöpfung, innere Distanz zur Arbeit und das Gefühl nachlassender Leistungsfähigkeit. Es ist keine eigenständige Krankheitsdiagnose und kann mit einer Depression zusammen vorkommen. Bei anhaltenden Beschwerden gehört die Abklärung in ärztliche oder psychotherapeutische Hand.

Von Yesha KarmeliVeröffentlicht am

Burnout: Erschöpfung am Arbeitsplatz und der Weg zu sich selbst

Burnout wird oft als Zeichen von Schwäche missverstanden. Tatsächlich trifft es häufig engagierte Menschen, die lange mehr gegeben haben, als ihnen zurückkam. Es lohnt sich, genauer hinzusehen: Was passiert im Körper, was im Arbeitsumfeld, und was im eigenen Inneren?

Was Burnout bedeutet

Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt Burnout in der ICD-11 als Syndrom, das auf anhaltenden, nicht bewältigten Stress am Arbeitsplatz zurückgeht. Drei Merkmale gehören dazu: ausgeprägte Erschöpfung, innere Distanz oder Zynismus gegenüber der Arbeit und das Gefühl, nicht mehr wirksam zu sein. Burnout ist damit ein Zustand im Zusammenhang mit der Arbeit, keine eigenständige Krankheitsdiagnose. Was der Körper dabei erlebt, beschreiben wir im Beitrag Stress und Cortisol.

Was am Arbeitsplatz zusammenkommen kann

  • Zu viel Arbeit in zu wenig Zeit, ohne Erholung dazwischen.
  • Wenig Einfluss darauf, wie und wann die Arbeit erledigt wird.
  • Zu wenig Anerkennung, finanziell oder persönlich.
  • Fehlende Gemeinschaft und Konflikte im Team.
  • Erlebte Ungerechtigkeit bei Entscheidungen und Beförderungen.
  • Wertekonflikt: Man tut jeden Tag etwas, das nicht zu dem passt, was einem wichtig ist.

Oft ist es nicht ein einzelner Punkt, sondern ein Zusammenspiel. Mehr zu den Ursachen lesen Sie im Beitrag Burnout-Ursache Stress und auf der Seite Erschöpfung, Burnout & Energie.

Frühe Zeichen

  • Sonntagabend-Anspannung und Grübeln über die Arbeit
  • Einschlaf- und Durchschlafprobleme
  • Gereiztheit, Gefühl der Leere oder Gleichgültigkeit
  • häufigere Infekte, Verspannungen, Magen-Darm-Beschwerden
  • Rückzug von Freunden und Hobbys
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme

Die Zeichen sind unspezifisch. Auch Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, Schlafapnoe oder eine Depression können ähnlich wirken. Eine körperliche Abklärung gehört deshalb dazu (Müde trotz Schlaf: Laborwerte abklären).

Der Weg zurück: Erholung und Klarheit

  1. Erholung zuerst: Schlaf, Pausen, Bewegung an der frischen Luft, weniger Alkohol und Koffein. Ohne diese Grundlage kommt der Rest nicht an.
  2. Belastung benennen: Was genau zehrt? Aufgaben, Menschen, Rahmenbedingungen, eigene Ansprüche?
  3. Gespräch suchen: mit Vorgesetzten, Betriebsarzt, Betriebsrat oder Personalabteilung, wenn die Arbeit selbst verändert werden kann.
  4. Werte klären: Was ist mir wichtig, was gibt mir Sinn, wo will ich hin? Nicht jeder Weg zurück führt in dieselbe Rolle.
  5. Eigene Muster verstehen: Perfektionismus, Schwierigkeiten, Nein zu sagen oder Anerkennung über Leistung zu suchen.

Wann Hilfe wichtig ist

Suchen Sie ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe, wenn Sie über Wochen kaum schlafen, Panikattacken haben, anhaltend niedergeschlagen sind oder Gedanken haben, sich etwas anzutun. In Notlagen erreichen Sie die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 (kostenfrei, rund um die Uhr) oder den Notruf 112.

Begleitung in der Natura Heilpraxis

Im Mental Coaching und mit der Nullpunkt-Methode begleiten wir Menschen dabei, aus Daueranspannung in Erholung zu kommen und ihren eigenen Weg zu klären. Bei Bedarf betrachten wir den Körper mit Labordiagnostik. Das ist eine Ergänzung und kein Ersatz für ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich Burnout?

Die WHO beschreibt drei Merkmale: ein Gefühl von Erschöpfung, wachsende innere Distanz oder Zynismus gegenüber der Arbeit und eine verringerte berufliche Wirksamkeit. Dazu kommen häufig Schlafstörungen, Reizbarkeit, Verspannungen, Magen-Darm-Beschwerden und Rückzug aus dem Privatleben.

Was ist der Unterschied zwischen Burnout und Depression?

Burnout wird auf die Arbeitssituation bezogen. Eine Depression betrifft alle Lebensbereiche und ist eine Erkrankung, die behandelt werden muss. Die Grenzen können fließend sein, und beides kann gleichzeitig bestehen. Deshalb ist eine fachliche Abklärung wichtig.

Welche Faktoren am Arbeitsplatz spielen eine Rolle?

Forschung zu Burnout beschreibt sechs Bereiche: Arbeitsmenge, fehlende Kontrolle über die eigene Arbeit, zu wenig Anerkennung oder Bezahlung, fehlende Gemeinschaft, empfundene Ungerechtigkeit und ein Konflikt zwischen eigenen Werten und denen der Organisation.

Was kann ich selbst tun?

Erholung ernst nehmen, Schlaf und Bewegung sichern, Pausen und Grenzen setzen, Belastungen offen ansprechen und Unterstützung suchen. Auf längere Sicht lohnt die Frage, was mir an der Arbeit Sinn gibt und was nicht mehr zu mir passt.

Wann sollte ich zum Arzt oder zur Ärztin?

Wenn Sie über Wochen kaum schlafen, sich dauerhaft niedergeschlagen fühlen, Panikattacken haben, körperliche Beschwerden zunehmen oder Sie Gedanken haben, sich etwas anzutun. Dann gehört die Behandlung in ärztliche oder psychotherapeutische Hand.

Alle Fragen & Antworten im Ratgeber →

Fachlich verantwortlich: Yesha Karmeli, Heilpraktiker, Natura Heilpraxis Berlin. Dieser Text informiert allgemein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall.

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