Das Lactat-Pyruvat-Verhältnis ist einer der Parameter zur Überprüfung der Mitochondrien-Funktion.
Ein normales Laktat-Pyruvat-Verhältnis spricht gegen eine mitochondriale Dysfunktion. Ein deutlich erhöhtes Verhältnis kann darauf hinweisen, dass die Energiegewinnung in den Mitochondrien nicht ausreichend funktioniert. Die Einordnung erfolgt anhand des Referenzbereichs des Labors.
Was ist eine Mitochondriopathie?
Mitochondriopathie ist eine Bezeichnung für die Funktionsstörungen der Mitochondrien. Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen, ihre Aufgabe ist es, ATP herzustellen, der energievermittelnde körpereigene Stoff, der in unseren Zellen produziert wird. Manchmal wird die Mitochondropathie auch als Mitochondriendysfunktion bezeichnet, die eine sehr große, unterschiedliche Multisystemerkrankung zur Folge hat.
Welche Auswirkung hat die Funktionsstörung der Zelle?
Es kommt zu Verlangsamung und Fehlfunktionen der betroffenen Zellen. Der Körper kann dies eine gewisse Zeit ausgleichen. Erlebt der Mensch Stress in Form von emotionalen oder körperlichen Belastungen, wird der Zellstoffwechsel massiv gestört. Jeder Mensch reagiert mit individuellen Krankheitssymptomen, die seine persönlichen Schwächen aufzeigen.
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Was der Quotient misst
Ist das Verhältnis deutlich erhöht, spricht das eher für eine Störung der Atmungskette; bei angeborenen Defekten des Enzyms, das Pyruvat in die Mitochondrien einschleust, ist es dagegen normal oder niedrig (MSD Manual). Angeborene Mitochondriopathien sind selten und gehören in spezialisierte Zentren. In der Naturheilkunde wird der Wert auch im Zusammenhang mit erworbenen Belastungen der Mitochondrien betrachtet, etwa bei Erschöpfung; diese Einordnung ist wissenschaftlich nicht abschließend belegt.
Die Probe entscheidet über das Ergebnis
- Pyruvat ist instabil: Die Probe muss sofort nach der Abnahme besonders aufbereitet und gekühlt ins Labor
- nüchtern und in Ruhe abnehmen; Muskelarbeit, Pressen der Faust oder ein lange gestauter Arm erhöhen das Laktat
- Ergebnisse anderer Labore sind wegen unterschiedlicher Methoden nur eingeschränkt vergleichbar
Wir werten den Quotienten nie allein, sondern zusammen mit Beschwerden, Vorgeschichte und weiteren Laborwerten.
Quellen
- MSD Manual: Störungen der mitochondrialen oxidativen Phosphorylierung. MSD Manual
Häufige Fragen
Was sagt der Laktat-Pyruvat-Quotient aus?
Er zeigt, ob Pyruvat aus dem Zuckerstoffwechsel in den Mitochondrien verwertet oder vermehrt zu Laktat umgebaut wird. Ein deutlich erhöhter Wert kann auf eine Störung der Energiegewinnung hinweisen.
Ist ein erhöhter Wert eine Mitochondriopathie?
Nicht allein. Auch Sauerstoffmangel, körperliche Belastung oder Fehler bei der Probenahme erhöhen den Wert. Er wird immer zusammen mit Beschwerden und weiteren Befunden beurteilt.
Worauf muss ich bei der Blutabnahme achten?
Nüchtern und ausgeruht kommen, die Faust nicht pumpen. Die Probe wird sofort aufbereitet, weil Pyruvat schnell zerfällt.
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Fachlich verantwortlich: Yesha Karmeli, Heilpraktiker, Natura Heilpraxis Berlin. Dieser Text informiert allgemein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall.

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