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Vitamin D, B12, Magnesium: Wann ist ein Test sinnvoll und wann nicht?

Ein Test auf Vitamin D, Vitamin B12 oder Magnesium ist sinnvoll bei Risikofaktoren oder passenden Beschwerden, zum Beispiel wenig Sonnenlicht, vegane Ernährung, Magenschutzmittel oder Metformin, Verdauungserkrankungen oder Müdigkeit. Messwerte werden im Zusammenhang mit Beschwerden und Referenzbereich des Labors gelesen. Auf Verdacht hochdosiert einzunehmen ist nicht ratsam.

Von Yesha KarmeliVeröffentlicht am

Vitamin D, B12, Magnesium: Wann ist ein Test sinnvoll und wann nicht?

Vitamin D, Vitamin B12 und Magnesium gehören zu den am häufigsten gemessenen Mikronährstoffen. Nicht jeder braucht alle Tests. Dieser Beitrag klärt, wann eine Messung sinnvoll ist und was das Ergebnis aussagt.

Vitamin D

Der Körper bildet Vitamin D in der Haut unter UVB-Licht. In Mitteleuropa reicht die Sonne im Winterhalbjahr dafür kaum aus; ergänzend kommt Vitamin D in geringen Mengen aus der Nahrung (fetter Fisch, Eigelb).

  • Wer testen kann: Menschen mit wenig Aufenthalt im Freien, dunklerer Haut, höherem Alter, Übergewicht, Darm- oder Nierenerkrankungen, bestimmten Medikamenten oder passenden Beschwerden.
  • Welcher Marker: 25-OH-Vitamin D, die Speicherform. Angabe in ng/ml oder nmol/l (1 ng/ml entspricht 2,5 nmol/l). Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt als Zielwert für die Bevölkerung 50 nmol/l (20 ng/ml).
  • Zur Vorsicht: Sehr hohe Dosen über längere Zeit können zu erhöhten Calciumwerten führen. Dosierung bitte abstimmen. Mehr im Beitrag Vitamin-D3-Test.

Vitamin B12

Vitamin B12 kommt fast nur in tierischen Lebensmitteln vor und ist für Blutbildung und Nerven wichtig.

  • Risikogruppen: vegane und streng vegetarische Ernährung, höheres Alter, Magenschleimhautentzündung oder -operationen, Metformin, säurehemmende Medikamente.
  • Marker: Gesamt-B12, bei Grenzwerten ergänzend Holo-Transcobalamin oder Methylmalonsäure. Die Einordnung im Grenzbereich ist schwierig, deshalb nie allein am Zahlenwert festmachen.
  • Mehr: Vitamin-B12-Mangel.

Magnesium

Magnesium ist an vielen Enzymreaktionen und an der Muskel- und Nervenerregung beteiligt. Gute Quellen sind Nüsse, Samen, Vollkorn, Hülsenfrüchte und grünes Gemüse.

  • Messung: Im Blutserum liegt nur ein kleiner Anteil des Körpermagnesiums. Ein unauffälliger Wert schließt eine Unterversorgung nicht sicher aus.
  • Zur Vorsicht: Hohe Dosen können Durchfall auslösen. Bei Nierenerkrankungen sollte Magnesium nur nach ärztlicher Rücksprache ergänzt werden.
  • Mehr: Mineralstoffmangel testen.

Wann ein Test eher nichts bringt

  • wenn aus dem Ergebnis keine Konsequenz folgen würde
  • als Pauschal-Paket ohne Fragestellung
  • direkt nach hochdosierter Einnahme, ohne Pause, weil dann der Wert verfälscht sein kann
  • bei Biotin-Einnahme, die manche Tests stört (bitte vorher angeben)

Wie wir vorgehen

In der Natura Heilpraxis legen wir zuerst die Frage fest und wählen dann die passenden Werte aus. Beim Labor-Check-up und in der Labordiagnostik besprechen wir die Ergebnisse und deren Aussagekraft. Zu einzelnen Markern finden Sie Stoffwechselwege, Kofaktoren und Quellen im frei zugänglichen Nachschlagewerk ORY Biomarker. Eine Einnahme von Präparaten besprechen wir vor dem Hintergrund Ihrer Medikamente und Vorerkrankungen. Das ersetzt keine ärztliche Beratung.

Häufige Fragen

Wer sollte Vitamin D testen lassen?

Eine Messung kann sinnvoll sein bei wenig Aufenthalt im Freien, dunklerer Haut, höherem Alter, Übergewicht, Darm- oder Nierenerkrankungen und bestimmten Medikamenten. Im Winterhalbjahr bildet die Haut in Mitteleuropa kaum Vitamin D. Gemessen wird 25-OH-Vitamin D, angegeben in ng/ml oder nmol/l (1 ng/ml entspricht 2,5 nmol/l).

Wer hat ein erhöhtes Risiko für Vitamin-B12-Mangel?

Menschen mit veganer oder streng vegetarischer Ernährung, ältere Menschen, Menschen mit Magenschleimhautentzündung oder Magen-Darm-Operationen sowie Menschen, die Metformin oder säurehemmende Medikamente einnehmen.

Wie aussagekräftig ist der Magnesiumwert im Blut?

Nur ein kleiner Teil des Magnesiums im Körper befindet sich im Serum. Der Wert kann deshalb unauffällig sein, obwohl die Versorgung knapp ist. Die Einordnung erfolgt zusammen mit Ernährung, Medikamenten und Beschwerden.

Kann man Vitamin D überdosieren?

Ja. Sehr hohe Dosen über längere Zeit können zu erhöhten Calciumwerten mit Nierenproblemen führen. Dosierung sollte anhand von Messwerten und ärztlicher Abstimmung festgelegt werden.

Alle Fragen & Antworten im Ratgeber →

Fachlich verantwortlich: Yesha Karmeli, Heilpraktiker, Natura Heilpraxis Berlin. Dieser Text informiert allgemein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall.

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